Der Frosch und die Niemalsmädchen

Worms crawl in oder The hearse song

Hallo zusammen, lange ist es her, und ich denke eher nicht daran dieses Blog wieder aufleben zu lassen.
Allerdings bin ich gestern in einem Film "Finders - Keepers" auf ein amerikanisches Kinderlied gestoßen,
das ich sehr gruselig und witzig finde. Es scheint seit den 30er Jahren in Amerika von den Kindern beim
Spiel gesungen zu werden, und es fasziniert mich weil es so herrlich makaber ist.
Ich habe die ersten 2 Zeilen der Übersetzung aus dem Film übernommen, den Rest habe ich selbst frei übersetzt.
Links die sich ebenfalls damit beschäftigen findet ihr unten. Viel Spaß:

1. Das Wurmlied

Lach´ nicht über den Leichenwagen
du könntest der nächste sein den sie beklagen.
Sie wickeln dich in weiße Laken ein,
und werfen dich in ein Loch hinein.
Die Würmer sie kriechen durch die Hintertür
und spielen Karten auf und in dir.
Sie essen die Nase, sie essen den Mund,
Gelee an den Füßen, das ist sehr gesund.
Ein grüner Wurm, man kann es kaum glauben,
kriecht in den Magen und raus aus den Augen.
Dein Bauch wird grün, und schleimig und Eiter
schießt raus wie Sahne, und so geht es weiter.
Verteilen wir es auf eine Scheibe Brot,
die isst du dann, denn du bist tot.

2. Original
Don't you ever laugh as a hearse goes by,
for you may be the next to die.
They wrap you up in a big white sheet,
And throw you down a hole 6 feet deep.
The worms crawl in, the worms crawl out,
The worms play pinochle* on your snout.
They eat your eyes, they eat your nose,
They eat the jelly between your toes.
A big green worm with rolling eyes,
Crawls in your stomach and out your eyes.
Your stomach turns a slimy green,
And pus pours out like whipping cream.
You spread it out on a slice of bread,
And that's what you eat when you are dead.

Links:
http://www.mamalisa.com/blog/the-worms-crawl-in-the-worms-crawl-out-or-the-hearse-song-2/
http://www.alsirat.com/deathlore/worms.html

  



4 Kommentare 27.2.17 08:17, kommentieren

Blogpause auf unbestimmte Zeit

Hallo ihr Lieben,
ich denke es ist für mich jetzt Zeit eine Blogpause einzulegen, von der ich nicht weiß wie lange sie dauern wird.
Sehr habe ich die Zeit mit euch genossen, die Momente eures Lebens, die ihr mit mir geteilt habt.
Eure Kommentare und Nachrichten waren wichtige und schöne Rückmeldungen, die mich weitergebracht und mich zum Nachdenken angeregt haben. Aber nun fühlt es sich richtig an zu gehen, und das muss dann auch so sein.
Ich wünsche euch Glück auf euren Wegen, Freunde und liebevolle Gedanken, die euch begleiten, und wenn ihr an einem Froschteich vorbeikommt lasst einen Gruß da, wenn ihr mögt. Ich werde ihn bestimmt bekommen.
Wer mag kann mir jederzeit mailen, meine Mailadresse bleibt bestehen. Ich würde mich freuen.
Liebe Grüße an euch alle!

 


9 Kommentare 8.10.15 06:25, kommentieren

Urlaub bis Mitte Oktober

Mit einigen kleinen Unterbrechungen bin ich bis Mitte Oktober nun in Urlaub und nicht erreichbar.
Ich wünsche euch schöne Tage und einen angenehmen Restsommer.
Liebe Grüße
Frooosch

 


7 Kommentare 26.8.15 13:36, kommentieren

Wahre Größe

Wahre Größe erkennt man daran dass einem Menschen, denen man Unrecht zugefügt hat, in die Augen sehen und die eigene Entschuldigung annehmen können.
Außerdem ist die Fähigkeit Fehler einzusehen, zu ihnen zu stehen und das eigene Bedauern dafür zum Ausdruck zu bringen, ebenfalls ein Zeichen menschlicher Größe.
All das ist mir gerade in der wirklichen Welt begegnet, und das hat mich sehr stolz und glücklich gemacht.
Kleingeistig und psychopathisch ist es demgegenüber  Menschen wie mich, die sowohl in geistiger und kreativer Hinsicht als auch was Ihre Menschlichkeit betrifft so himmelweit über dem Spammer stehen, mit schwachsinnigen Kommentaren vollzuspammen. So ein Verhalten kann nur aus einem tief verwurzelten Minderwertigkeitskomplex heraus entstehen, eine andere Erklärung dafür ist nicht denkbar. Solche Menschen, wenn sie denn nicht so lästig wären, tun mir unendlich leid.
Doch was kümmert es den Mond wenn ihn die Hunde anbellen?
Sie werden ungelesen gelöscht in der Hoffnung, dass sie sich zukünftig eine andere Bühne für ihre Selbstdarstellung suchen werden.
Und in China fällt gerade ein Sack Reis um.
Peng!


4 Kommentare 19.8.15 10:45, kommentieren

Sister Moon

Oh, dieses Versinken in der eigenen Stille, in dieser dunklen, einsamen Welt, zu der niemand sonst Zutritt erlangen kann, nicht einmal Gott selbst.
Ferngesteuert taumelt der Körper durch das Leben, arbeitet, lächelt, bewegt sich mit den Anderen, doch die Seele ist fort, an einem Ort den niemand kennt und den keiner findet.
Schwerer Regen fällt dort auf bemooste Steine, und hinter zerbröckelnden Torbögen lauern düstere Träume, Alpträume, in denen sich das Gestern mit dem Morgen vermischt, und ein grauer Nebel liegt über den Feldern.
Bald deckt er mich zu, umarmt mich mit seinen kühlen Händen und lässt mich vergessen was Leben ist, was Wirklichkeit.
Stimmen von außen dringen nur gedämpft zu mir hinunter, sie sind eine Belastung, ein dumpfer Schmerz in meinen Ohren, den ich fortwünsche um wieder der Stille zu lauschen, und dem Schlag meines ersterbenden Herzen.
Ich bin ein Schatten, der mit dem Mond über erstorbene Welten wandert, ein nie geborener Gedanke, der davonweht und von dem nichts bleibt als Stille.
Nie habe ich diesen Ort mehr geliebt als jetzt, denn hier bin ich frei, und auf dem alten Friedhof mit den zerborstenen Kreuzen lege ich mich nieder und schlafe ein, schlafe und vergehe bis die Träume mich finden und forttragen an schlimmere Orte, und ich kehre niemals wieder zurück.
Nichts wird bleiben von mir, außer der Stille, und ich liebe sie und ihre Versprechen:

 Sister Moon will be my guide
 In your blue blue shadows I would hide
 All good people asleep tonight
 I'm all by myself in your silver light
 I would gaze at your face the whole night through
 I'd go out of my mind, but for you

 Lying in a mother's arms
 The primal root of a woman's charms
 I'm a stranger to the sun
 My eyes are too weak
 How cold is a heart
 When it's warmth that he seeks?
 You watch every night, you don't care what I do
 I'd go out of my mind, but for you
 I'd go out of my mind, but for you

 My mistress' eyes are nothing like the sun
 My hunger for her explains everything I've done
 To howl at the moon the whole night through
 And they really don't care if I do
 I'd go out of my mind, but for you
 Sister Moon….

(Sting „Sister Moon“)



4 Kommentare 10.8.15 10:45, kommentieren

An der Wand...

An
die Wand
meiner Kammer
schreibe ich
mein Lebensgedicht:


Vor mir
war nichts,
nach mir
wird nichts
mehr sein,
dazwischen
Gut und Böse,
Geburt und Sterben,
Werden,
Sein,
und Vergehen,
ohne Sinn.

 

Vielleicht
bin
ich
bloß
ein
verlorener
Gedanke
Gottes
geschrieben
an
die
Wand
seiner
Kammer
bevor
er
fortging.


 

(Frosch, 22.05.2015) 


4 Kommentare 22.7.15 11:37, kommentieren

Forever

Als sie diese Knieschmerzen bekam, und sie mich bat einmal zu schauen ob etwas zu sehen wäre, drehte sie sich um zum Schrank, so dass ich ihre Beine und Kniekehlen sehen und beide vergleichen konnte. Nein, es war nichts zu sehen, keine Verletzung, keine Rötung, nur ihre kleinen, dicken Beinchen, die aussahen als würden sie einem kleinen Kind gehören, das gerade seine ersten Schritte macht. Und nie habe ich sie mehr geliebt als in diesem Moment, wo sie so dastand und ich wusste dass wir nicht mehr jung waren, sondern alt, und dass wir uns dennoch immer noch liebten, und uns immer lieben würden.
Und ich wusste dass alles genau richtig war so wie es war, dass diese Beine und alles drum herum eben SIE war, und dass es nicht anders sein durfte.
Nein, wir waren beider weder jung noch schön, nicht mehr, und wer weiß ob wir es jemals gewesen waren, aber ich liebte sie so sehr weil sie nun so war, und ich konnte mir nicht vorstellen wie es anders sein könnte, ohne sie, ohne diesen Körper den sie hatte, und der eben nichts als sie selber war. Alles andere war bedeutungslos vor diesem Moment, vor dieser Liebe, vor der Erkenntnis dass wir zusammen alt wurden, aber noch da waren, noch zusammen.
Vielleicht war ich niemals jung, aber sie war es, und schön ist sie immer noch, weil sie lacht und ihre Haare sich kringeln und sie jeden Abend neben mir liegt.
Und ich frage mich ob sie vielleicht mit jemand anderem glücklicher geworden wäre, und was dieser unsinnige Spruch „bis dass der Tod euch scheidet“ eigentlich bedeuten soll.
Diese Liebe soll enden wenn einer von uns beiden stirbt? Wenn wir irgendwo, in Himmel oder Hölle  wieder aufwachen sollten, dann beide ohne den jeweils anderen Teil?
Das wäre eine Ungerechtigkeit, unverständlich, unerträglich.
Ich weiß noch immer nicht ob sich mein Hiersein lohnt, und vermutlich würde ich immer noch lieber nicht-sein als hier-sein, aber diese Wahl habe ich ja nicht.
Ich habe Angst vor allem, weil ich viel zu sehr liebe, und weil ich so vieles nicht verstehen oder nachempfinden kann.
Aber ich liebe sie mehr als alles andere auf der Welt, und wenn sie fort geht wäre alles nur noch grau und bedeutungslos. Und ich merke dass ich immer noch rein garnichts verstanden haben von der Liebe, dem Leben und den Menschen, und dass ich es vermutlich auch niemals wirklich verstehen werde, und dass ich in dem was ich bin, denke und fühle ebenso immer allein sein werde.
Wozu ist dieses Leben eigentlich gut?

7 Kommentare 14.7.15 14:54, kommentieren